Der Brunnen in der Burg Fels - Larochette

Additional informations
Im Innern der Burg, im "Kriechinger Haus", ist ein tiefer Brunnen von 2 Metern Durchmesser in den Felsen gegraben. Eine Sage erzählt, dass die Heringer (Bewohner einer Nachbarburg) nächtens die Burg Fels erstürmten, woraufhin die Burgfrau von Fels sich in ihrer Not samt ihrem Säugling in den Brunnen stürzte.
Selbst die abgebrühten Heringer stutzten über soviel Heldenmut und als sie am nächsten Tag die beiden unschuldigen Opfer aus dem Brunnen bargen, suchten sie flugs einen Schuldigen, auf den sie diese Schande abwälzen konnten. So ergriffen sie kurzerhand den Burgvogt, der ihnen durch seinen Verrat die Erstürmung der Burg ermöglicht hatte, und warfen ihn ebenfalls in den düsteren Brunnen.
Der Geist des Vogtes aber verwandelte sich in einen Drachen, der seither das Gold, das er als Lohn für seinen Verrat erhalten hatte, im Brunnen bewacht. Jedes Jahr am Karfreitag, so heißt es weiter in der Sage, entsteige er um Mitternacht dem Brunnen und führe den höllischen Reigen an, den die Heringer auf dem verlassenen Burghof tanzen.